2010.08.20_Einsatz in Ost-DeutschlandMedienspiegel
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Das Dreiländereck Deutschland/ Polen/ Tschechien erlebte das schwerste Hochwasser der Geschichte. Ein freiwilliges Team der Feuerwehr und des Zivilschutzes hat vom 13. bis 16. August im gut 800 Kilometer weit entfernten Ostritz die örtliche Feuerwehr in der Krisenbewältigung unterstützt.
Ostritz ist der Heimatort unseres Feuerwehr und Zivilschutz- Materialwartes, Jens Uwe Kretschmer. Die Stadt liegt im Südosten Sachsens, direkt an der Neisse, dem Grenzfluss zwischen Deutschland und Polen. In der Nacht vom 07. auf den 08. August wurde die Stadt trotz eines ausgelegten Hochwasserschutzes für ein 100-jähriges Hochwasser überflutet, installierte Pumpen versagten aufgrund des Zusammenbrechens der Stromversorgung. Das wuchtig eindringende Wasser unterspülte Fundamente. Ostritz glich einem gigantischen See. Der Bruch zweier Staudämme an der nahe gelegenen Wittka verschlimmerte die Lage und führte die ungeheure Kraft der Natur vor Auge. Wo das ist und wie gross das gesamte betroffene Gebiet war, siehst du hier:
Der Einsatz des Freiwilligen-Teams aus der Schweiz erfolgte circa 1 Woche nach der verherenden Flutwelle. Wir führten alles benötigte Material mit uns um an den Einsatzstellen selbstständig arbeiten zu können und die örtliche Feuerwehr Ostritz wo immer möglich zu entlasten.
Trotz Hochwasserschutz: Zerstörte Wohnungseinrichtungen türmen sich vor den Häusern.
Für unsere Einsätze hatten wir 2 grosse Saugpumpen, 4 grosse und kleine Tauchpumpen, 3 Generatoren, 4 Beleuchtungseinheiten und 2 Wasser-Industriesauger sowie rund 600m Schläuche dabei. Ca. 16 Keller wurden von uns in diesen Tagen leer gepumpt, teilweise mehrmals, damit die Bewohner das zerstörte Mobiliar und den angeschwemmten Unrat beseitigen konnten. Wenn notwendig halfen wir auch die Räume von Schlamm zu befreien. Eine etwa 500-800qm grosse Wiese direkt an Einfamilienhäusern gelegen, befreiten wir vom Schmutzwasser. Dies drückte immer wieder in die anliegenden Keller nach und war ausserdem ein möglicher Seuchenherd. Das Fahrzeug "der Schweizer" war mit einer Schweizerfahne und einer Dietlikonerfahne als offizielle Hilfe gekennzeichnet und bald im Ort bekannt.
In einigen Häusern sprudelte das Grundwasser wie eine Quelle durch die Risse ins Haus. Diese Keller mussten mehrmals ausgepumt werden, damit die Bewohner ihre Keller in einen Zeitfenster zu räumen konnten. Dies war auch wichtig, um der Seuchengefahr vorzubeugen, wie dieser seit einer Woche im Wasser schwimmende Kühlschrank zeigt.
Das Team aus Dietlikon half der Feuerwehr Ostritz beim neuerlichen Aufbau eines Hochwasserschutzes, da die Alarmstufe wieder erhöht wurde. Diese Sperre wurde übrigens in der Nacht vom 7./8. August überflutet. Und letztlich musste das viele Material wieder retabliert werden.
Weitere Informationen zur Flutwelle findest du unter http://www.hochwasser-ostritz.de/ . Von unserem Einsatz findest du zudem einen Film auf http://www.youtube.com/watch?v=nyumgJ9WkLo |
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Quelle: MeteoSchweiz QuicklinksBlaue Zone / ParkkartenAmtliche Publikationen
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